Die bariatrische Chirurgie ist ein Oberbegriff für operative Eingriffe in den Verdauungsapparat des Menschen mit dem Ziel einer langfristigen Reduktion des Körpergewichts. Sie kann, je nach Adipositas-assoziierten Begleiterkrankungen und vorangegangenen und ausgeschöpften Therapiemethoden (wie Ernährungsberatung oder Lebensstiländerungen), ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 kg/m² in Erwägung gezogen werden.1,2 Abhängig von der gewählten Operationsart ist eine Reduktion von 50–80 % des überschüssigen Gewichts oder eine Verringerung von 10–20 Einheiten auf der BMI-Skala möglich.1 Ein solcher Eingriff sollte nur dann in Betracht gezogen werden, wenn ein ausreichender Gewichtsverlust durch alternative Therapiemaßnahmen nicht erreicht werden kann.2
Folgende Bedingungen sollten erfüllt sein, wenn eine Operation in Erwägung gezogen wird:3
- Adipositas mit einem BMI ≥ 40 kg/m2, bei dem andere Therapiemethoden nicht zum Erfolg führtenoder oder
- Adipositas mit einem BMI ≥ 35 kg/m2 und Vorliegen von Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes) und andere Therapiemethoden führten nicht zum Erfolg
Dabei sollte nicht vergessen werden: Eine bariatrische OP zur Gewichtsreduktion ist immer auch mit Risiken verbunden und muss daher unbedingt individuell mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten abgewogen werden.4